„Wie schön war das und lustig…“ (beim Firmenlauf 2026)

schreibt Katharina von der Heide, „Motorin“ des Firmenlaufs am StS Hildesheim nach Dusche und Abendessen.

Und das war es! Trotz wettertechnisch ziemlich herausfordernder Rahmenbedingungen (Sturzregen, Schlammschlacht, Riesenpfützen, Ausrutschgefahr im Zieleinlauf) nahm am 10. Hildesheimer Firmenlauf ein Team von 22 Lehrkräften im Vorbereitungsdienst

In folgenden Laufdistanzen waren wir unterwegs: 1 Mal im Schnupperlauf (3,5 km), 5 Mal im Walking (3,5 km), 4 Mal auf der Strecke 9,5 km und 12 Mal auf 5,5 km. Die Besonderheit: Zwei Personen aus der Walking-Gruppe nahmen gleich noch mal an einem zweiten Lauf teil: „Jetzt bin ich drin!“.

Zum Verlauf:
Nach der Sturzflut direkt im Vorfeld des Laufs sammelten sich nach und nach fast alle angemeldeten Läufer_innen des StS zur Ausgabe der T-Shirts und der Startnummern. Die Stimmung war etwas angespannt, weil die unterschiedlichen Regenradare noch einen Nachschlag prognostizierten. Alle Jacken und die Süßigkeiten wurden in Müllsäcken gesichert und dann ging es auch schon los, Schnupperlauf, Walking, 9,5 km und 5,5 km.
Nur die ersten beiden Läufe kamen regenfrei durch, die tapferen 9,5-Läufer erwischte es irgendwann unterwegs und die tolle große Truppe der 5,5-Läufer_innen direkt am Start. 
Die Strecke war teilweise noch matschig und durch die Pfützen recht eng – Pfützen konnten aber natürlich auch wildschweinmässig einfach ignoriert werden:-) Zum Glück kamen alle von uns gut durch.


Am Ende wartete eine immer größer werdende Gruppe von Finishern der einzelnen Läufe auf die weiteren, um sie in der Abschlussphase zu würdigen und anzufeuern – das war ein besonders schöner Moment, ebenso wie die vielen wechselseitigen Wahrnehmungen und Gespräche am Rande des Geschehens zwischen allen Beteiligten, die den normalen Ausbildungskontext übersteigen.
Challenge: Nach dem „Danachfoto“ perfomenten die LiV mit einem Pyramidenfoto, was wiederum die Ausbilder_innen herausforderte, etwas irgendwie Ähnliches zu versuchen.

Bei sehr schönem und mildem Abschlusswetter konnten dann alle in weitere Anschlussverabredungen oder einfach nach Hause starten. Materielle Preise gab es diesmal nicht, auch kein Autogramm von Frank Busemann (Olympia 10-Kämpfer 1996), aber den großen Preis haben wir auch bei der vierten Teilnahme am Firmenlauf mitgenommen: Das Erleben eines gemeinschaftlichen Moments, der die Grenzen zwischen Ausbildenden und LiV aufhebt – in diesem Jahr unter besonderen wettertechnischen Rahmenbedingungen.

Ein herzlicher Dank geht an Katharina von der Heide für die Organisation und durchgehende Motivation aller Beteiligten!

Carolin Schaper

Ein Jahrgang, der alles mitgenommen hat 

Die LiV des aktuellen Examensjahrgangs 2025_1 haben wirklich ALLES mitgenommen, was das StS Hildesheim zu bieten hatte und noch viel darüber hinaus. Sie haben sich sozusagen ihr eigenes Ref gestaltet, trotz Anstrengung, Druck, der weiter zu optimierenden Rahmenbedingungen und der überhaupt nicht zufriedenstellenden Situation der Stellenbewerbungen im letzten Teil der Ausbildung.

Mitgenommen und unterstützt haben sie: Zwei Besetzungsverfahren für neue Ausbilder_innen durch aktive Kommissionsarbeit. Diverse Ausbilder_innenwechsel. Den Firmenlauf 2025. Das Seminarkino. Selbst erfunden: Ein Krimidiner im Marktplatz vor Weihnachten. Zwei Vollversammlungen. Den Tag der Begegnung zur Demokratiebildung. Ein intern organisiertes Begleitsystem für alle schwierigen Situationen, vor allem die PUs. Und zum Abschluss, upps, eine unaufgefordert eigenständig durchgeführte Evaluation, um die Seminarentwicklung voranzutreiben. Und das ist nur das, was wir als Ausbildende mitbekommen haben – die Dauerschleife mit vielen Fotos von privaten Aktionen gab da heute noch einmal ganz andere Einblicke. Ein gemeinsames Wochenende, bevor sich alle zerstreuen, steht bevor.

Mitgenommen haben sie auch die heißeste Entlassungsfeier, die wir bisher hatten und trotz 36 Grad wurden die gegrillten Würstchen gnadenlos gut angenommen. Danke an dieser Stelle an den Jahrgang 2026_1, der auf großartige Weise diese Feier ermöglicht hat!

Es folgen ein paar kleine Impressionen aus den einzelnen Beiträgen, die zusammengenommen einen guten Eindruck dieses Jahrgangs geben, der sich schon in der Einführungswoche selbstbewusst  als „bester Jahrgang aller Zeiten“ ankündigte.

Aus der Begrüßung des Jahrgangs 2026_1:

„Lieber Jahrgang 2025.1, hinter Euch liegt wahrscheinlich eine der intensivsten Zeiten Eures Lebens – und wir feiern heute den erfolgreichen Abschluss dieser Zeit. 

Ihr habt in den letzten 1,5 Jahren nicht nur viel gelehrt, sondern auch viel gelernt und seid nun dort, wo wir, der Jahrgang 2026.1, erst noch hinwollen. 

Wir sind hier vor einem halben Jahr herzlich begrüßt worden und dürfen Euch nun herzlich begrüßen – zu Eurer Verabschiedung – da schließt sich ein Kreis.“

 

Aus der Begrüßung der Seminarleitung:

„Sie waren wie das Wetter heute ein Jahrgang zum Dahinschmelzen – ein Jahrgang, der uns als ausbildendes Kollegium und Seminarleitung durchaus gefordert und uns zugleich enorm viel gegeben hat.“

 

Aus der Rede für das ausbildende Kollegium (André Streve/ Katharina von der Heide):

“Station Referendarstisch und Klassenzimmer: Hier haben Sie das Wichtigste gelernt. Hier haben Sie gelernt, Unterricht zu planen. Und hier haben Sie gelernt, dass Unterricht sich nur selten an Unterrichtsplanung hält. Hier haben Sie gelernt, spontan zu reagieren. Verantwortung zu übernehmen. Menschen wahrzunehmen. Und auch an Tagen weiterzumachen, an denen nichts so lief, wie es sollte.”

[…] Doch der Referendarstisch erzählt nicht nur von Arbeit. Er erzählt von Gemeinschaft.

Von spontanen Hilferufen. Von Materialtausch. Von gemeinsamem Lachen. Von gegenseitiger Unterstützung. Von Menschen, die einander durch schwierige Unterrichtsbesuche, Korrekturphasen und Examensvorbereitungen getragen haben.”

 

Aus der Rede des Examensjahrgangs:

„Als krönenden Abschluss mussten wir dann nur noch unseren Prüfungstag hinter uns bringen. Wir können stolz berichten: Wir haben es alle geschafft. (KLATSCHEN) In dieser Phase war es ganz besonders wichtig, füreinander da zu sein, sowohl bei der Vorbereitung als auch am PU-Tag selbst. […] Zu guter Letzt möchten wir uns bei unserem Jahrgang bedanken. Dafür, dass ihr uns euer Vertrauen [als Personalrat] geschenkt habt, für die unvergesslichen Abende und Freundschaften, die über das Referendariat hinaus reichen werden. Euch allen wünschen wir nur das Beste, egal, in welche Himmelrichtung oder an welche REWE-Kasse es euch verschlägt. Wir werden euch vermissen.
Für uns steht fest: Das Referendariat war die beste Gruppenarbeit, die wir je hatten. Dankeschön.“

Gute Wünsche natürlich auch von Seiten der Ausbildenden – André Streve und Katharina von der Heide haben es so formuliert: “Manche Wege sind bereits klar. Andere beginnen erst.Doch wohin Ihre Reise Sie auch führen wird: Nehmen Sie etwas von Ihrem Jahrgang mit. Von seinem Humor. Von seinem Zusammenhalt. Von seiner Menschlichkeit. Und von dem Wissen, dass Sie für viele junge Menschen einmal genau die Lehrkraft sein werden, die einen Unterschied macht. Eine Lehrkraft, die zuhört. Die Mut macht. Die Orientierung gibt. Und an andere glaubt.”

Carolin Schaper

Thementag „Sprachsensibler Geschichtsunterricht“

Sprache als „hidden curriculum“ oder expliziter Lernprozess im Geschichtsunterricht?

„Das Implizite explizit machen“ – mit diesem Vorhaben trafen sich am 25. Juni die Fachseminare Geschichte der Studienseminare Verden und Hildesheim im hiesigen Studienseminar zum Thementag „Sprachsensibler Geschichtsunterricht“. Während des offenen Beginns bekamen die LiVs zunächst die Möglichkeit, sich kennenzulernen und über erste Thesen zum Stellenwert von Sprache im Geschichtsunterricht ins Gespräch zu kommen. Anschließend führte Frau Schrader in das Gestaltungskonzept des sprachsensiblen Geschichtsunterrichts ein. Dieses bezieht sich auf den Umgang mit den vielfältigen sprachlichen Herausforderungen von Schüler*innen bei der Rezeption historischer Quellen und sprachlich verdichteter Darstellungen, bei der Textproduktion sowie beim Verstehen und Anwenden historischer Fachbegriffe.

Angesichts dieser Herausforderungen wurde im Plenum die Frage diskutiert, ob Sprache für Schüler*innen ein „hidden curriculum“ im Geschichtsunterricht bilde, indem das sprachliche Anforderungsprofil trotz dessen hoher Relevanz häufig implizit bleibe. Dem entgegenzuwirken stellt eines der zentralen Ziele des sprachsensiblen Geschichtsunterrichts dar: Mündlichkeit, Lese- und Schreibprozesse rücken dabei als explizite historische Lernprozesse in den Fokus, die durch die Geschichtslehrkräfte aktiv gestaltet werden. In der Praxis kann dies unter anderem durch die Förderung historischer Lese- und Schreibfähigkeit und gezielten Strategieerwerb erfolgen. Ausgangspunkt sind dabei die Bedarfe der Lerngruppe und die fachlichen Lehrziele.

Nach einer Mittagspause und Stärkung am Mitbringbuffet wurden konkrete Methoden zur Unterstützung der Schüler*innen in den Bereichen „Geschichte lesen“, „Geschichte schreiben“ sowie „Geschichtsunterrichtsgespräch“ in Workshops erarbeitet und diskutiert. Neben den vielen Impulsen durch die bereitgestellten Fortbildungsmaterialien des Instituts für Geschichtsdidaktik der Universität Münster boten dabei insbesondere die vielfältigen Unterrichtserfahrungen an den unterschiedlichen Schulen Anlass zu konstruktiven, mitunter kontroversen Diskussionen. Es zeigte sich dabei ebenso die grundsätzliche Notwendigkeit sprachsensiblen Unterrichtens wie auch die Vielfalt unterrichtspraktischer Umsetzung.

Im Abschlussplenum betonten die LiVs, dass ihnen der Thementag einen aufschluss-reichen Einblick in das ihnen bisher noch weitgehend unbekannte Gestaltungskonzept des sprachsensiblen Geschichtsunterrichts ermöglicht habe. Darüber hinaus wurde die Kooperation zwischen den Studienseminaren sowohl seitens der LiVs als auch seitens der Ausbildenden als sehr bereichernd empfunden. Zukünftige Kooperationen sind deshalb angedacht.

Lars Wichmann (25.06.2026)