Am 24.02.2026 fand am Studienseminar Hildesheim der diesjährige Tag der Begegnung statt. Unter dem Leitthema „Demokratiebildung in Schule und Studienseminar“ kamen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, Ausbildungslehrkräfte der Ausbildungsschulen sowie Ausbildende des Studienseminars zusammen, um sich gemeinsam mit einer zentralen Herausforderung schulischer Bildung auseinanderzusetzen.
Bei einem Mittagsimbiss gab es zunächst Gelegenheit zum Ankommen, zum ersten Austausch und zur Vernetzung.
Demokratiebildung als gemeinsame Aufgabe
Dass sich so viele Kolleginnen und Kollegen Zeit für diesen Tag genommen haben, wurde als sehr positives Signal wahrgenommen. Es zeigt, dass Demokratiebildung nicht als Zusatzaufgabe verstanden wird, sondern als gemeinsamer Auftrag aller an Schule Beteiligten. Gerade angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen Schule steht, macht diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit Hoffnung.
Ein leitender Gedanke der Veranstaltung war dabei: Demokratiebildung gelingt nicht abstrakt, sondern ist wesentlich abhängig von den Haltungen, Überzeugungen und der Professionalität des pädagogischen Personals. Ausbildung kann – und muss – hier einen zentralen Beitrag leisten.
Impulse und Perspektiven aus der Ausbildung
Den inhaltlichen Auftakt bildete ein Impuls von Christian Gauger mit dem Titel „Neutrale (?) Schule als demokratischer Erfahrungsraum“. Ausgehend vom Erlass zur Stärkung der Demokratiebildung in Niedersachsen (2021) wurde deutlich gemacht, dass Schule kein wertneutraler Raum ist und dass pädagogische Neutralität nicht mit Haltungslosigkeit verwechselt werden darf. Schule ist vielmehr an die freiheitlich-demokratische Grundordnung und an die Unantastbarkeit der Menschenwürde gebunden.
Daran anschließend gab Juliane Mörsch Einblicke in die Arbeit des Pädagogikseminars und zeigte auf, wie Demokratiebildung dort bereits konkret, reflexiv und fallbezogen in die Ausbildung integriert ist.
Weitere zentrale Bezugspunkte des Tages waren Fallbeispiele, die von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst eingebracht wurden. Sie spiegelten herausfordernde Situationen aus dem schulischen Alltag wider – etwa diskriminierende oder demokratiekritische Äußerungen von Schülerinnen und Schülern, aber auch ambivalente oder problematische Haltungen im Kollegium der Lehrkräfte. In einem verdichteten Rollenspiel wurden dem Plenum ausgewählte Situationen vorgestellt. Dieser realitätsnahe Zugang eröffnete einen hohen Reflexionsgewinn und machte die Komplexität professionellen Handelns sichtbar.
Workshops: Vielfalt, Praxisnähe und intensive Beteiligung
Nach dem ersten Plenumsteil folgte ein umfangreiches Workshopangebot aus den verschiedenen Fachseminaren. Hier wurden unterschiedliche Zugänge zur Demokratiebildung in der Ausbildung eröffnet – von fachbezogenen Perspektiven über schulische Entwicklungsfragen bis hin zu konkreten Übungs- und Reflexionsformaten. Die zuvor vorgestellten Fallbeispiele wurden in den Workshops z.T. erneut aufgegriffen, vertieft und in praktische Handlungsoptionen überführt. Mit großer Beteiligung wurde über einzelne Aussagen und Haltungen diskutiert.
Demokratiebildung braucht Zusammenarbeit
Die Rückmeldungen aus der Evaluation der Veranstaltung spiegeln eine sehr wertschätzende Arbeitsatmosphäre wider. Viele Teilnehmende betonten, dass sie aus der Veranstaltung konkrete Anregungen für die eigene schulische Praxis mitgenommen haben. Zudem wurde in vielen Gesprächen deutlich, dass Demokratiebildung an den Schulen bereits mehr stattfindet, als sie explizit benannt oder sichtbar gemacht wird.
Ein besonderer Dank gilt der Planungsgruppe sowie den zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die Workshops angeboten und den Tag inhaltlich getragen haben. Eine besondere Bereicherung an diesem Tag stellte die gemeinsame Gestaltung und Umsetzung der Planungen mit Hilfe der großen Anzahl unserer Referendarinnen und Referendare dar. in diesem Sinne danken wir allen Teilnehmenden für ihre Zeit, ihre Offenheit und ihr Engagement.
Wir bleiben dran!
Christian Gauger
04. März 2026






Die besten Wünsche für ihren neuen Lebensabschnitt wurden von langen Standing Ovations begleitet.


Wir freuen uns sehr über die überaus qualifizierte Vertretung durch Fr. Dr. Christiane Rösener im kommenden Schulhalbjahr.






Besonders stark zeigte sich Jahrgang 2025_1 mit einem spektakulären gemeinschaftlichem Zieleinlauf, aber auch im Unterstützungsteam.





Es war schwül im großen Raum unter dem Dach des Studienseminars, trotz Querlüftung. Viele Menschen, erwiesen dem Examensjahrgang 2024_1 bei seiner letzten offiziellen Verabschiedung die Ehre, Familienangehörige, Freund_innen, Ausbilder_innen und Verwaltung.
Das Erkennen von Parallelen, ihre Deutung und das kritische Hinterfragen sei dabei eine Aufgabe für alle Lehrer_innen, für alle Menschen – ausdrücklich nicht nur für Historiker_innen – ein weiteres Mann-Zitat bildete den zuversichtlichen Abschluss der Rede: „Ich habe keine Furch um das endgültige Schicksal der Demokratie, trotzdem sie ihren Sieg in Europa durch ihre eigene moralische Schwäche gefährdet […], aber die Demokratie ist ewig menschlich.“
Aus Sicht Maurizio Morgenroths stellten sich die anderthalb Jahre wie ein Fußballspiel von 90 Wochen dar, mit Verlängerung, Dauerregen, Flutlichtausfall – und ganz ohne Auswechselbank. Das Ziel? Das Spiel durchhalten und auch ein paar Tore schießen. Die Ausbilder_innen? Die Coaches am Rand, die motivieren, korrigieren, stützen, manchmal laut, manchmal leise, mit gelben oder blauen Karten und Feedbackbögen in der Hand. Im ASG: Kabinenansprache, die schriftliche Arbeit? Für viele ein Foul – aber niemand musste den Platz verlassen.
In der Überleitung zum Sommerfest verabschiedete auch der jüngere Jahrgang den älteren herzlich – „Ihr wart für uns da, als wir begonnen haben und habt es uns leichter gemacht. Dass wir hier stehen und so etwas ausrichten, hat auch damit zu tun, dass wir uns als Gemeinschaft fühlen.“
In einem kleinen Rollenspiel wurde die besondere Ausrichtung der Entwicklung eines Memmertschen Über-Ichs als zukünftige Geschichtslehrer_innen von den LiV humorvoll und anerkennend herausgestellt.



Im Diskurs mit den Ausbildenden ergaben sich z. B. Anfragen zur Länge der Entwürfe und zur Gestaltung der Schulleitungsaufgaben. Weitere Unterstützung für die LiVD im Rahmen der Ausbildung am Studienseminar wurde beispielsweise im Bereich der pädagogisch-psychologischen Herausforderungen im Schulalltag angeregt. Als herausfordernd meldeten die Mentor_innen den Umgang mit Quereinsteiger_innen zurück. Hier wurde die intensive Betreuung und die oft unklare Ausbildungssituation diskutiert. Unterschiede zwischen Quer- und Direkteinstieg erforderten individuelle Lösungen, wobei das Prinzip der „Begleiteten Selbstausbildung“ oft unbekannt sei.